Synergie Résonante
Diplomarbeit
- Jahr
- 2026
- Material / Technik
- Installation mit keramischen Flöten, keramischen skulpturalen Objekten, Lüftern, gepolsterte Liegegelegenheit
- Ausstellungen
- Absolvent*innenausstellung HBK Saar, 2026 — Diplomarbeit
Synergie résonante ist eine multimodale Rauminstallation. Fünf skulpturale keramische Objekte, vier davon an den umliegenden Wänden und eins mittig von der Decke hängend, befinden sich im Raum. Die Objekte sind Gebilde, die sich organisch aus Abformungen von Gesichtern aufbauen. In den Objekten befinden sich insgesamt neun Flöten aus Keramik. Sie werden durch an deren Mundstücken sitzende Lüfter aktiviert, die durch Mikrocontroller gesteuert sind, und geben eine für den Raum komponierte Klangfläche wieder. Über eine Dauer von 20 Minuten entwickelt sich der Klang dynamisch zwischen sehr zarten, ruhigen Tönen und intensiven Momenten, in denen die Flöten harmonisch, aber auch dissonant miteinander spielen.
In der Mitte des Raums, unter der hängenden Skulptur, befindet sich das Listening Pit: eine nestförmige Liegelandschaft mit einer Öffnung zur Seite hin und einem Teppich als Boden. Es setzt sich aus mehreren miteinander verbundenen Elementen zusammen, die aus einer mit Schaumstoff und Stoff gepolsterten Unterkonstruktion aus Styropor bestehen. Die Form des Listening Pit erinnert an Berglandschaften oder Knochenformationen, deren organische Schwünge und Kuhlen zum Anlehnen und Darinversinken verführen.
In der Reduktion von Farbe, den miteinander spielenden Formen und der sich darin ausbreitenden Klangfläche bildet sich eine Atmosphäre, die in ihren harmonischen Momenten zum Verweilen und Abtauchen einlädt. Kontrastierend entwickelt die Komposition in ihren dissonanten Tönen aber auch eine Spannung — eine drückende Intensität, in der die Keramiken wie Wespennester erscheinen, aus denen die Klangfläche auf einen zu stürzen droht. Im Aufbrechen dieser durchdringenden Töne, im Wandel hin zu zarteren Klängen entsteht ein gelöstes Gefühl, ein Aufatmen, in dem man wieder zu einer Ruhe in sich zurückfindet.
Synergie résonante formt einen Raum, in dessen Präsenz man mit sich selbst, aber auch mit anderen sein kann, der gemeinsames Wahrnehmen ermöglicht. Ein Raum, der kollektive Erfahrungen und Austausch ermöglicht, aber ebenso eine Projektionsfläche bieten kann, um sich als Individuum zu erleben.







